»Das Verhalten fordert uns heraus« — was das Schulbarometer 2026 für die Klassenführung bedeutet
Das Deutsche Schulbarometer 2026 bestätigt, was viele Kollegien längst im Alltag spüren: Der Umgang mit dem Verhalten von Schüler:innen ist zur größten beruflichen Herausforderung geworden. Die Studie bleibt aber nicht bei der Diagnose — sie benennt einen konkreten Hebel.
Was die Zahlen zeigen
46 Prozent der befragten Lehrkräfte nennen das Schülerverhalten an erster Stelle — 2024 waren es noch 35 Prozent. Besonders das Sozialverhalten wird als belastend erlebt. Hinzu kommen fehlende Motivation und psychische Belastungen, für die sich Lehrkräfte spürbar mehr Unterstützung wünschen.
47%
wünschen sich Fortbildung im Umgang mit psychisch belasteten Schüler:innen — ein Viertel ausdrücklich zu Verhalten und Klassenführung.
Klassenmanagement ist erlernbar
Die Empfehlung der Studie ist unmissverständlich: Eine störungsarme, förderliche Lernumgebung zu gestalten, gehört zur professionellen Expertise von Lehrkräften. Es ist keine Frage des Talents, sondern des Handwerks. Viele fühlen sich dafür nicht ausreichend ausgebildet — das ist keine Schwäche, sondern eine Lücke in der Qualifizierung, die sich schließen lässt.
Quelle: Robert Bosch Stiftung (2026): Deutsches Schulbarometer 2026 — Befragung Lehrkräfte. Ergebnisse zur aktuellen Lage an allgemein- und berufsbildenden Schulen. Stuttgart.
